• Home
  • News
  • Mangelware AdBlue: Im schlimmsten Fall stehen Lkw still

Mangelware AdBlue: Im schlimmsten Fall stehen Lkw still

Printer
Mangelware AdBlue: Im schlimmsten Fall stehen Lkw still

Andreas Obereder, geschäftsführender Gesellschafter der Obereder GmbH

Seit Monaten befinden sich die Energiepreise für Produzenten und Verbraucher in schwindelerregender Höhe. Die exorbitanten Gas-Preise wirkten sich negativ auf die Herstellung von AdBlue aus, wie Andreas Obereder, Geschäftsführer der Obereder GmbH warnt.

Advertisement

„Die momentane Preis-Entwicklung ist für uns besorgniserregend. Sie wirkt sich unmittelbar auf die Herstellung von AdBlue  aus, wozu Ammoniak benötigt wird. Die Ammoniak-Produktion erfordert nämlich Erdgas“, so  Obereder. Folglich schnellten die Preise für AdBlue nach oben – eine Verdoppelung seit Jahresbeginn!.

„Alle bestehenden Großhersteller haben ihre Ware kontingentiert, einige haben die Erzeugung aber auch komplett eingestellt. Zusätzlich häufen sich Anfragen aus dem Ausland massiv und drücken weiter auf die Verfügbarkeit von AdBlue“, sagt Obereder. Kleinere Produktionen stünden zudem vor dem Problem, an Harnstoff zu gelangen. Dieser sei neben Ammoniak ebenfalls zur AdBlue-Erzeugung erforderlich. „Durch all das entsteht ein bedenklicher Mangel, der sich im Osten und Süden Europas bereits bemerkbar macht. Erste Fracht-Unternehmen sind bereits betroffen. Schlimmstenfalls stehen Lkw still, Waren können nicht mehr rechtzeitig transportiert werden. Die Versorgungssicherheit ist gefährdet, da die Straße eine wichtige Lebensader eines jeden Wirtschaftssystems ist. Lkw

sind ein bedeutender Teil davon. Wohlgemerkt ist der dieselbetriebene Lkw derzeit noch alternativlos. Anders als im Pkw-Segment wird es noch Jahre dauern, bis alternative Antriebe im Schwerverkehr massentauglich einsetzbar sind. Wir wollen keine Panik schüren, jedoch ist es höchst an der Zeit, dieses Problem zu lösen – und zwar aus gesamteuropäischer Sicht. Eine vergleichbare Situation wie in Großbritannien, wo die Branche aufgrund akuten Fahrermangels am Boden liegt, möchten wir strikt vermeiden“.

„Glücklicherweise haben wir in unsere Logistik und Puffer-Lager Millionen investiert, allerdings können wir momentan nur die Versorgung unserer Kunden sicherstellen. Wir kommen über einen Abstellungszeitraum bei unseren Kunden voraussichtlich 4 Wochen über die Runden – wir schätzen, dass andere innerhalb weniger Tage keine Ware mehr haben“, so Obereder. Das Lagervolumen der Obereder GmbH betrage 5,5 Millionen Liter. Die eigene Produktion umfasse circa 500.000 Liter pro Monat. Zum Vergleich: Alle Mitbewerber zusammen lagerten in Österreich circa 400.000 Liter AdBluea. Das jährlich benötigte Volumen in Österreich belaufe sich auf geschätzte 120.000.000 Liter jährlich.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK