Fegefeuer der Heiterkeiten

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Fegefeuer der Heiterkeiten

Dass E-Autos ihre Probleme haben können, liegt in der Natur der Sache. Der Schlüssel zur Akzeptanz liegt aber vor allem an der Smartheit der Händlerschaft.

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Der große Vorteil und größte Nachteil sozialer Medien ist ja, dass sich Dinge rasend schnell verbreiten, wenn sie einmal viral gehen. So auch letzte Woche, als der Fahrer eines Elektroautos sein Fahrzeug auf einer Internetplattform zum Verkauf anbot, und dabei schonungslos alle Marotten selbigen auflistete. Man war sich bei manchen Textpassagen nicht sicher, ob es sich hier um einen Scherzbeitrag handelte, denn der Inserent hatte keine Scheu, einen leichten Hauch von Unzufriedenheit durchklingen zu lassen und kam sinngemäß zum Schluss: nie mehr Elektromobilität!

Der geneigte User sozialer Medien sieht das Posting, registriert Marke und Modell des betroffenen Autos und wischt sogleich zum nächsten Beitrag – und hat im Unterbewusstsein das Produkt als schlecht und untauglich abgelegt. Aber ist das fair? Und mehr noch: die ganze Wahrheit?

Unbestritten ist zwar, dass es Probleme mit dem Auto gab. Es sieht aber so aus, als wäre besagter E-Auto-Fahrer von seinem Händler nicht umfassend betreut geworden, was die Sache erst wirklich so eskalieren ließ. Dass moderne Autos liegen bleiben, ist ärgerlich, ohne Zweifel. Das kann aber bei praktisch allen Marken passieren, und ob sich der Kunde dennoch gut aufgehoben fühlt, liegt zu einem großen Teil am Händlerbetrieb. Ersatzwagen, schnelle Hilfe, ehrliche Information, vielleicht auch nur ein offenes Ohr, das zuhört – all das gehört zum Besitz eines teuren Autos einfach dazu, was uns vor allem zwei Dinge zeigt: Zum einen, dass Agenturmodelle, wie sie viele Importeure derzeit anstreben, auf dem Papier natürlich lukrativ erscheinen. Die echte Arbeit fängt aber immer erst mit der Unterschrift auf dem Kaufvertrag an, und gerade bei einem derartigen Paradigmenwechsel wie der Umstieg auf E-Mobilität bedarf es erhöhter Aufmerksamkeit auf die Ansprüche und Wünsche der Käuferschaft. Und in diesem Spannungsfeld steht immer das Autohaus.

Ach ja, und zweitens: Diese Erkenntnis, was wirklich passiert ist, nutzt nach dem Fegefeuer der Heiterkeiten im Internet auch nicht mehr viel. Der Imageschaden für Hersteller und Fahrzeug ist angerichtet, der nach dem kurzen Lacher und Weiterleiten an die halbe Kontaktliste übrig geblieben ist. Und das kann sich wohl jeder ersparen.

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