Schon gefahren: Farizon V7E
Als drittes Modell bringt Geely-Tochter Farizon nun den V7E nach Österreich. Vollelektrisch natürlich, dazu wie maßgesch...
Die richtige Fuhrparksoftware entscheidet darüber, ob eine Flotte effizient gemanaged wird oder ob man nur Passagier ist. Mit der richtigen Software spart man nicht nur Geld, sondern auch jede menge Zeit.
Ab wann lohnt sich eine Fuhrparksoftware? Ab dem Moment, wo man die richtige hat und sie richtig einsetzt. Es beginnt mit den simplen Informationen, wie dem Serviceintervall eines Fahrzeugs, damit man rechtzeitig einen Werkstattaufenthalt buchen kann. Nicht selten geht die Information verloren, wo die Winterreifen sind, wenn ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheidet. Auf wieviele Kilometer und wie lang ist ein Fahrzeug geleased und was ist der aktuelle Kilometerstand? Wie hoch ist der TCO (total cost of ownership – Gesamtkosten über die Laufzeit eines Fahrzeugs) eines einzelnen Fahrzeugs? Das sind alles Fragen, die man unter anderem im Flottenprogramm abfragen kann.
Welches die richtige Software für ein Unternehmen ist, ist oftmals von wenigen Parametern abhängig. Welche Art Fahrzeuge sind in der Flotte, was sind essenzielle Funktionen und was sind die Kosten. Wobei es kaum eine Software gibt, die sich nicht selbst bezahlt macht. Spätestens wenn durch das rechtzeitige Erinnern an Serviceintervalle ein Ausfall verhindert wird oder wenn das elektronische Fahrtenbuch abgefragt wird und man einer Strafe entgeht. In jedem Fall merkt man erst mit der richtigen Software, ob der TCO wirklich passt und ob es bei der Flotte Verbesserungspotential gibt. Obwohl die Vorteile einer Flottensoftware auf der Hand liegen, scheint es noch Nachholbedarf zu geben, denn einerseits ist die Bekanntheit der Protagonisten noch recht zurückhaltend. Andererseits hat die Umfrage ergeben, dass nur relativ wenige Fuhrparkmanager ihren Dienstwagenfahrern eine App für Fahrtenbuch, Unfalldokumentation und Führerscheinkontrolle zur Verfügung stellen. Zeigt sich doch bei den Nutzern, die eine App haben, sehr hohe Zufriedenheit.
Das Familienunternehmen ITBinder aus der Steiermark konnte sich beim diesjährigen BEST4FLEET-Award in der Kategorie Fuhrparksoftware gegen internationale Player durchsetzen. Wir sprachen mit Geschäftsführer Sebastian Binder:
Man hat gleich gesehen, dass der erste Platz in dieser Kategorie für euch überraschend kam und daher die Freude darüber umso größer ist. Was glaubt ihr, war ausschlaggebend für euren Erfolg?
Ich glaube, ausschlaggebend war vor allem unser sehr konsequenter Fokus auf Praxisnähe und Kundennutzen. Wir entwickeln unsere Lösungen nicht „im stillen Kämmerchen“, sondern gemeinsam mit unseren Kunden. Dazu kommt, dass wir als vergleichsweise kleines, agiles Unternehmen extrem schnell auf Anforderungen reagieren können. Diese Kombination aus technischer Qualität, Nähe zum Kunden und echter Problemlösung im Alltag macht am Ende wahrscheinlich den Unterschied. Dass ITBinder heute auf 30 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, sehen wir als Bestätigung dieses Weges.
Jetzt ist KI in aller Munde und man kann kaum mehr das Wort Software sagen ohne KI dazu erwähnen zu müssen. Wie steht ihr zum Thema KI in der Fuhrparksoftware?
Aus unserer Sicht wird beim Thema KI aktuell viel Marketing betrieben, das mit der Realität im Fuhrparkmanagement oft wenig zu tun hat. In vielen Lösungen, wo heute „KI“ draufsteht, steckt in Wahrheit eher einfache Automatisierung oder einzelne KI- Tools – nichts grundsätzlich Schlechtes, aber oft anders verkauft. Das Problem: Es entsteht ein falsches Erwartungsbild. Viele glauben, Software macht plötzlich alles von selbst. KI kann Prozesse beschleunigen und unterstützen – ein solides System und klare Abläufe wird sie in den nächsten Jahren jedoch nicht ersetzen.
Bei Software ist Regionalität selten ein Thema, wird aber gerade bei Serverstandorten wieder schnell relevant. Ihr bietet sowohl Entwicklung als auch Server am Standort Österreich. Habt ihr Zuwächse an Kunden gemerkt, als alle amerikanischen Server kurz nacheinander ausgefallen sind?
Regionalität wird oft unterschätzt – bis sie plötzlich entscheidend wird. Gerade bei Daten und Serverstandorten sehen wir aktuell einen klaren Bewusstseinswandel. Und bei aller Digitalisierung gilt: Persönlich lässt sich vieles immer noch besser lösen als über die Kamera. Unser Ansatz „Made in Austria“ – Entwicklung und Betrieb – gibt unseren Kunden maximale Sicherheit und Datenhoheit. Einen einzelnen Auslöser gibt es nicht, aber Themen wie Stabilität, Verlässlichkeit und rechtliche Klarheit rücken immer stärker in den Fokus. Der Brexit war hier ein gutes Beispiel: Plötzlich mussten viele Unternehmen sehr schnell von britischen Anbietern auf EU-Lösungen wegen der DSGVO umsteigen.
Wo geht’s bei ITBinder in der Zukunft hin? Was habt ihr vor?
Unsere Ausrichtung für die Zukunft ist klar: Wir wollen weiter nachhaltig wachsen – aber mit Fokus auf einem starken Fundament. Das bedeutet konkret: 1. Weiterentwicklung unserer Plattform MTrack mit klarer Produktstrategie. 2. Ausbau von Partnerschaften mit bestehenden Kunden und Integratoren. 3. Stärkung unseres Teams und unserer internen Strukturen. Technologisch wird es stark in Richtung Datenintelligenz, Automatisierung und Integration gehen – also genau dort, wo unsere Kunden den größten Mehrwert sehen. Unser Ziel ist nicht einfach „größer“, sondern vor allem besser zu werden: stabilere Prozesse, klarere Produkte und noch mehr Nutzen für unsere Kunden.
Der EU Data Act macht es nun einfacher die Telemetriedaten der Fahrzeuge auszulesen, welche Vorteile seht ihr als Entwickler für euch?
Bei Standard- und Fahrtenbuchanwendungen können wir auf OEM-Daten zurückgreifen. Für speziellere Anforderungen wie RFID-Fahrererkennung oder Temperaturmessung bei Kleintransportern bleibt zusätzliche Hardware notwendig. Die Kostenmodelle der OEMs sind aktuell noch schwer durchschaubar, da viele Anbieter unterschiedliche Pakete und Preisstrukturen anbieten. Klar ist aber: Der Wettbewerb wird zunehmen, da für einfache Anwendungen oft nur noch eine Schnittstellenintegration nötig ist – ohne eigenes Telematik-Hardware-Know-how. Gleichzeitig ergibt sich eine große Chance für schnelle Go-Lives, da der Hardwareeinbau entfällt.
Letzte Meldungen
Mehr lesen >>Aktuelle Fahrzeugtests
Mehr lesen >>
Kommende Veranstaltungen
© 2026 A&W Verlag GmbH All Rights Reserved Developed by itMedia