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Peugeot Partner Dangel 4WD im Test

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Dangel

In Österreich ist Allradantrieb aufgrund der Topografie begehrt, auch bei Nutzfahrzeugen. Der französische Spezialist Dangel bringt nun eine vollelektrische, autonome Version.

Als das Telefon mit französischer Nummer läutete, dachte ich zuerst an einen leider mittlerweile weitverbreiteten Spam-Anruf. Ich hab dann doch abgehoben und hatte Nikita Ivanov dran, den Export Sales Manager des französischen Allrad-Spezialisten Dangel. „Dauschell“ – so wird die Firma ausgesprochen – rüstet bereits seit 1979   Großserienfahrzeuge von Peugeot und Citroën auf Allradantrieb um. Ob ich das jüngste Produkt des Hauses, einen vollelektrischen Peugeot E-Partner mit 4x4-Antrieb, testen wolle? Aber selbstvernatürlich! Schließlich sind elektrische Nutzfahrzeuge mit Allrad noch eine Seltenheit, erst recht in der kompakten Klasse, wo es aktuell nichts Vergleichbares gibt.

4x4: Autonom und elektrisch
Als das Fahrzeug zu uns in die Redaktion gebracht wird, fällt zunächst die erhöhte Bodenfreiheit auf und stellt klar, dass man damit auch ins leichte Gelände kann. Der Laderaum entspricht dem Fronttriebler, ein allfälliges Reserverad muss nach dem Umbau allerdings innen mitgeführt werden, was für ein Tire-Fit-Set spricht. An Stelle des normalerweise im Bereich der Hinterachse außen angebrachten Ersatzrades hat Dangel einen zusätzlichen Elektromotor angebracht, der die Hinterachse antreibt. Allerdings nur, wenn die Vorderachse Grip verliert und das Fahrzeug weniger als 70 km/h fährt. Mittels Drehrad im Cockpit lässt sich auch eine elektronische Untersetzung bis 40 km/h aktivieren, die dann noch mehr Power zu den Hinter­rädern leitet. Clou an der Sache ist das autonom arbeitende System, das mit einer eigenen, zusätzlichen Batterie versorgt wird, die über die Traktionsbatterie des Fahrzeuges gespeist wird. 

Kaum Abstriche beim Verbrauch
Damit ändert sich am Verbrauch und der Reichweite des E-Partner im Normalbetrieb fast nichts, im Schubbetrieb wird die Zusatzbatterie über die Hinterachse geladen. Im normalen Fahrbetrieb merkt man vom Allradantrieb nichts, erst wenn Traktion gefragt ist, freut man sich über den E-Antrieb an der Hinterachse. Das System ist nicht nur für den E-Partner, sondern auch alle Stellantis-Derivate (Citroën Berlingo, Opel Combo, Fiat Doblò) und auch für die entsprechenden Diesel-Versionen zu haben. Bezogen werden die Fahrzeuge direkt über die Stellantis-Händler, im Falle unseres Testautos liegt der Netto-Preis des Umbaus – egal ob Elektro- oder Dieselmodell – bei  bei 9.250 Euro, für Transport und Typisierung kommen noch 1.100 Euro dazu. Das erhöht den Preis des Peugeot e-Partner zwar von 31.400 auf 41.740 Euro netto, ermöglicht aber komplett neue Einsatzmöglichkeiten. 

Auch E-Expert & Co lassen sich aufrüsten 
Auch die elektrischen Modelle Peugeot Expert, Citroën Jumpy, Opel Vivaro und Fiat Scudo lassen sich nachrüsten, der Preis des Umbaus liegt um 250 Euro über jenem des kleineren Modells.

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