Schon gefahren: Jaecoo 5 BEV
Runde Eckdaten, souveränes Auftreten, solide verarbeitet – der vollelektrische Jaecoo 5 BEV liefert mehr Antworten als F...
Runde Eckdaten, souveränes Auftreten, solide verarbeitet – der vollelektrische Jaecoo 5 BEV liefert mehr Antworten als Fragen. Der Rest liegt dann nur mehr am Preis.
Viel gibt es nicht, was man dem 5 BEV vorwerfen könnte. Eher wirkt er wie ein Fahrzeug, das streng nach dem Lehrbuch für ein zeitgemäßes Kompakt-SUV mit batterieelektrischem Antrieb konzipiert wurde. 4,4 Meter lang, 211 PS stark, mit 61 kwh großem Akku bestückt, der für mehr als 400 Kilometer nach WLTP gut ist und mit 130 kW auch schnell genug schnellgeladen werden kann. Das Design ist markentypisch kantig-gefällig und Verarbeitung sowie verwendete Materialien sind ohnehin so etwas wie das Steckenpferd von Jaecoo, die zahlreiche Mitbewerber aus China schnell verblassen lassen. Soweit die Theorie.
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Die Herangehensweise, von allen Anforderungen genau die richtige Dosis – nicht zu viel, nicht zu wenig – anzubieten, zieht sich aber wie eine rote Schnur durch den gesamten Wagen und endet auch nicht auf der letzten Seite des Prospekts. Das Fahrwerk – natürlich für Europa neu abgestimmt – zeigt sich weder schwammig noch unnötig hart, mit dem jeder im Alltag sein Auslangen finden wird. Selbst die Lenkung lässt nichts anbrennen, geschweige denn die Bremsen, und irgendwie wirkt der 5er als BEV so wie der Streber aus der Schule mit dem brav gezogenen Scheitel, der immer Einser schrieb, mit dem man aber nie wirklich befreundet war. Den man aber doch immer irgendwie ein bisschen bewunderte.
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Platzangebot? Mehr als ausreichend in beiden Reihen, zumal der Kofferraum mit 480 Litern Basisvolumen sogar durchaus großzügig ausgefallen ist. Auf den ersten Testmetern kamen wir übrigens auf Verbräuche zwischen 15 und 21 kWh, was wie meist stark von der Schwere des persönlichen Gasfußes abhängt, und dass wohl die meisten den 5er gut riechen werden können, liegt an einem Zusatzpunkt, der in der Presseaussendung fast schon untergegangen wäre. Jaecoo hat den wagen nämlich Pet-friendly konzipiert, also bewusst nur Materialien verwendet, die den vierbeinigen Freunden keine Probleme bereiten. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es nach Nichts, wirklich nach Nichts in dem Auto riecht.
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Nachdem uns keine Lösungsmittel also die Sinne geraubt haben, hat auch keiner von uns die letzten zwei entscheidenden Fragen vergessen. Nämlich: Wann kommt er? Und was wird er kosten? Los geht es tatsächlich erst im Spätherbst, die von uns gefahrenen Fahrzeuge sind allesamt also noch Vorserienautos. Und zu den Preisen wollte man sich beim Importeur noch nicht festlegen. Doch es gibt da ein paar spannende Anhaltspunkte: In Deutschland zum Beispiel startet man bei gut 24.000 Euro, was man durchaus als Kampfansage sehen könnte. Schaut man nach Spanien zum Beispiel, gehen die Tarife sogar bei knapp über 19.000 Euro los. So, und jetzt werden die Argumente, die gegen diesen Jaecoo sprechen, halt langsam dünn. Vielleicht, dass man lieber einen Benziner hätte. Indes: die Hybrid-Version steht schon in den Startlöchern und kommt sogar schon im September.
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