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Show-Palast statt Messehalle, Xpeng-Gründer statt PowerPoint: Beim Brand Day in München hat die chinesische Hightech-Marke unter dem Motto „AI for All“ mehr als deutlich gezeigt, dass sie mehr als „nur ein Autohersteller“ ist.
Im Zentrum des Tages stand zwar der neue Xpeng L03, das kompakte SUV-Coupé der Marke, doch drumherum spannte Xpeng einen Bogen von humanoiden Robotern bis zum fliegenden Auto.
Physical AI
Xpeng -Chef He Xiaopeng trat selbst auf die Bühne und machte klar, wohin die Reise geht: KI soll die gesamte Palette neu denken, wie sich Menschen bewegen. Drei Säulen zeigte Xpeng dafür nebeneinander: das KI-Auto, den humanoiden Roboter und das fliegende Auto.
Handfest wurde es bei den Europa-Zahlen: Seit Markteintritt hat Xpeng hierzulande bereits 61.065 Fahrzeuge ausgeliefert. Und: Xpeng entwickelt Produkte explizit auch in Europa für Europa und verweist auf sein bislang höchstes ESG-Rating.
Hinter dem Anspruch: Xpeng in Zahlen
Herzstück vieler dieser Systeme ist der hauseigene Turing-AI-Chip, den Xpeng nicht nur in seinen Autos, sondern auch im fliegenden Auto und im humanoiden Roboter einsetzt.
Humanoide Entwicklung
Einer der Show-Momente des Tages – wenn auch vorwiegend im Video – lieferte der humanoide Roboter Iron. Acht Jahre steckte Xpeng bereits in dessen Entwicklung: Die ersten Generationen liefen noch auf vier Beinen, seit drei Jahren ist der Roboter zweibeinig unterwegs, und die aktuelle Generation bewegt sich bereits verblüffend menschenähnlich.
Der Einsatzplan ist zweistufig: Zunächst soll Iron in der Wirtschaft eingesetzt werden, etwa in der eigenen Produktion. In einem zweiten Schritt soll er auch direkt mit Kundschaft interagieren, Fragen beantworten und im Verkauf unterstützen. Bis 2027 soll Iron in allen Xpeng-Filialen weltweit stehen – also auch in Europa.
Das fliegende Auto
Für offene Münder sorgte das fliegende Auto, das Xpeng unter dem Namen Aridge bzw. „Land Aircraft Carrier" vorstellte. 13 Jahre Entwicklungszeit stecken in diesem Konzept: Ein bodengebundenes, van-artiges Trägerfahrzeug transportiert ein Flugmodul, quasi ein rollender Mutterschiff-Van für ein eVTOL-Fluggerät.
Die Zahlen dazu sind beeindruckend: Bereits 7.000 Vorbestellungen liegen vor – laut Xpeng ein Weltrekord in diesem Segment. Für die Serienfertigung entsteht die nach eigenen Angaben erste Großserienproduktion für fliegende Autos weltweit, ausgelegt auf 10.000 Einheiten pro Jahr, auf einer Gesamtfläche von 120.000 Quadratmetern.
Auch regulatorisch tut sich etwas: Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat als erste Behörde weltweit eigene Zulassungsstandards für die Lufttüchtigkeit von eVTOL-Fluggeräten eingeführt. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch das „Land Aircraft Carrier"-Konzept künftig nach Europa kommen kann.
Und dann: der Xpeng L03
Mit dem L03 bringt Xpeng eines der erfolgreichsten Fahrzeuge der Marke in China nach Europa. Das Schwestermodell M03 ist dort als Limousine erhältlich, für Europa setzt man auf die SUV-Coupé-Variante L03
Der L03 in Zahlen
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