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ÖAMTC und Asfinag starten Kampagne „Danke, dass du auf sie aufpasst“ für mehr Sicherheit auf Arbeitsplatz „Straße“

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Asfinag

Um der Öffentlichkeit die Gefahren bewusster zu machen, denen Mitarbeiter der Asfinag jeden Tag auf den Straßen ausgesetzt sind, setzt der Autobahnbetreiber neben der Info-Kampagne auf ein KI-basiertes Kollisionswarnsystem.

Es sind Zahlen zum Nachdenken: Trotz zahlreicher Absicherungen, elektronischer Vorankündigungen und entsprechender Tempolimits kommt es immer wieder zu Unfällen mit ASFINAG- oder ÖAMTC-Beteiligung. 48 waren es in den vergangenen fünf Jahren, bei denen ein ASFINAG-Mitarbeiter tödlich und mehrere schwer verletzt wurden. 13 Warnleitanhänger wurden zerstört, mehrere Lkw, die als Absicherung dienten, zum Teil schwer beschädigt. Beim ÖAMTC wurde im Jahr 2024 ein Mitarbeiter tödlich verletzt. Dem möchte man mit der Kampagne „Danke, dass du auf meine Mama/meinen Papa aufpasst“ gegenwirken. Unter diesem Motto starten ASFINAG und ÖAMTC eine Offensive, um den „Arbeitsplatz Straße“ sicherer zu machen. Peter HANKE, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur: „Ablenkung ist die häufigste Ursache tödlicher Unfälle. Deshalb brauchen wir Bewusstseinsbildung, moderne Sicherheitstechnologien und mehr Rücksicht gegenüber den Menschen, die täglich auf unseren Autobahnen im Einsatz sind. Die ASFINAG setzt wichtige Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unterstützen wir sie dabei mit verantwortungsvollem Verhalten am Steuer.“

Um die Sicherheit der Straßenarbeiter auch aktiv weiter zu stützen, setzen Asfinag und ÖAMTC künftig auf ein neues System, das vor Kollisionen warnen kann. Dabei ist eine Kamera auf Fahrzeugen oder Warnleitanhängern montiert, die zur Absicherung dienen. Mittels KI wird der Fahrweg auf sich nähernde Fahrzeuge kontrolliert und Alarm geschlagen, falls eine Kollision wahrscheinlich ist. Der Alarm erfolgt doppelt: Ein Hupsignal warnt den Lenker. Die Mitarbeiter auf der Straße tragen zudem ien kleines Gerät am Körper, das stark zu vibrieren beginnt. Für den Fall einer Kollision haben sie so ein paar Sekunden mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Fünf dieser Kameras sind seit dem Vorjahr im Einsatz, weitere 21 werden heuer angeschafft, der Testbetrieb läuft bis Ende 2026. Sind die Ergebnisse positiv, wird das System flächendeckend ausgerollt. „Der Arbeitsplatz Straße ist gefährlich. Wir tun alles, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, aktuell mit einem neuen KI-basierten Kollisionswarn-System, das abgelenkte Fahrzeuglenker, mit einem Hupsignal warnt. Aber der größte Hebel für mehr Sicherheit ist der Mensch. Unsere Botschaft ist einfach: Danke, dass ihr aufpasst, damit die Mamas und Papas, aber auch Söhne und Töchter, die in der ASFINAG arbeiten, wieder sicher nach Hause zu ihren Familien kommen“, sagt Asfinag Vorstand Hartwig Hufnagl.

Auch der ÖAMTC befindet sich derzeit mit elf entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen in einer Pilotphase und teste die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Ernst Kloboucnik, Direktor ÖAMTC: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pannenhilfe und Abschleppdienst sind rund um die Uhr auf Österreichs Straßen unterwegs und unterstützen Menschen in Notsituationen. Damit tragen sie Verantwortung nicht nur für ihre eigene Sicherheit, sondern auch für andere. An erster Stelle steht die Sicherheit für alle Beteiligten – dafür setzen wir uns gemeinsam ein.“

Im Jahr 2025 gab es laut ÖAMTC Unfallforschung 2.137 Unfälle mit Personenschaden. Die häufigste Unfallursache ist Unachtsamkeit und Ablenkung, meist durch das Smartphone. Bei einer Umfrage von IFES gab ein Drittel der Befragten zu, Nachrichten auf dem Mobiltelefon während der Fahrt zu lesen oder sogar zu schreiben. 50 Prozent hantieren mit dem Navi oder dem Radio, 60 Prozent der unter 30-Jährigen gaben zu, während des Fahrens sogar schon einmal ein Video gemacht zu haben.

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