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Schönwetter mit Polit-Böen: Wiener Elektro Tage

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Zum sechsten Mal sind am vergangenen Wochenende in Wien die Wiener Elektro Tage über die Bühne am Rathausplatz gegangen. Die anwesende Branche spürt zwar den Wind der Nachfrage in den Segeln, beklagt aber, dass die Politik in die falsche Richtung steuert.

Das Wetter war den Besuchern und Ausstellern diesmal gewogener als bei vorherigen Elektro Tagen, und mit 60 Fahrzeugen – reine BEV und PHEV –von 24 Ausstellern gab es für die Besucher jede Menge zu sehen. Die Neuheiten wurden am Anfang auf einem "Catwalk" dem Publikum gesondert präsentiert.

Weiterlesen: Hier gehts zu allen Neuheiten von den Wiener Elektro Tagen

Während die Importeursvertreter mit der Entwicklung der Kaufanträge für E-Fahrzeuge sehr zufrieden sind – einige Hersteller sprechen von deutlich über 50 Prozent Stromer-Anteil –, wurde viel Unmut über Pläne der Politik laut, für elektrische Dienst-Pkw künftig einen Sachbezug einheben zu wollen.

Hier geht's zur großen Bildergalerie von den Wiener Elektro Tagen

Bei der Eröffnung meinte etwa die Wiener LGO Stephanie Ernst, dies spiele der Branche nicht in die Hände. Dies ergänzte Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure, beim Pressetalk zu Mittag: Während der eine Minister die E-Mobilität fördern wolle, werde aus dem anderen SPÖ-Ministerium der Sachbezug eingeführt. Es "freut uns nicht, was die Politik macht", so Pesau.

Entwicklung gut, aber andere sind schneller

Für Zahlen und Fakten sorgte einmal mehr Philipp Wieser, Leiter OLÉ - Leitstelle für Elektromobilität Österreich. Wieser lobte etwa, dass erste österreichische Flächenbezirke mit über 50 Prozent BEV-NZL in der Statistik aufscheinen und der Bestand die 5-Prozent-Marke überschritten hat. Allerdings sei Österreich in der Wachstumsgeschwindigkeit hinter andere Märkte zurückgefallen.

Mehr: E-Move Austria – offizielle Info- und Datenplattform zur E-Mobilität in Österreich

Am Podium appellierten dann sowohl Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Austria, als auch Wolfgang Wurm, GF Porsche Austria, dass die Politik die Bedeutung von E-Mobilität für den Arbeitsmarkt, aber auch die energiepolitische Bedeutung stärker beachten müsse. Die Politik sei aufgefordert, die Wertschöpfung zu erhalten; nicht die eigene Industrie zu schwächen und jene Asiens zu stärken.

An ebendiesem Podium beim Pressetalk ließ Marcella Kral, ÖAMTC Senior Manager B2B-Kooperationen-Elektromobilität mit einem interessanten Detail zu Ladepreisen aufhorchen: Laut EU-Verordnung AFIR nämlich müssten Unterschiede in den Ladepreisen verschiedener Anbieter "verhältnismäßig" sein. Dies treffe auf Preisunterschiede von 80 Prozent, wie sie derzeit beobachtet würden, keinesfalls zu. Kral forderte, dass hier behördlich reguliert werden müsse.

Veranstalter Porsche Media & Creative zog zufrieden Bilanz über die Wiener Elektro Tage: Über 70.000 Besucher hatten die Stände der mehr als 20 Aussteller an den drei Tagen frequentiert. 

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