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ÖAMTC Sommerreifentest 2025

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ÖAMTC/Marc Wittkowski

Im heurigen Sommerreifentest hat der ÖAMTC bewusst sportliche Pneus unter die Lupe genommen. Große Unterschiede gibt es vor allem beim Bremsweg bei Nässe.

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren 18-Zoll-Räder ein Zeichen betonter Sportlichkeit. Heutzutage aber, da laufen schon kompakte Modelle ab Werk lässig mit besagter Dimension sonder Zahl von den Bändern, was für den ÖAMTC und seine Partnerclubs nur noch ein Grund war, sich im ersten Teil dieses Sommerreifentests ausschließlich dieser Dimension zu widmen. "Statt einer zweiten Dimension widmen wir uns heuer im Frühling auch noch den All-Terrain- und im Sommer den Ganzjahresreifen in Form eigener Tests", kündigt Reifenexperte Steffan Kerbl an.

Genügend Puffer
Wie sehen die Ergebnisse der 18 getesteten Fabrikate nun im Detail aus? In den üblichen Kategorien aus Fahr- und Sicherheitseigenschaften, Komfort- und Wirtschaftlichkeitsaspekten sowie unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ergibt sich ein überraschend gemischtes Bild. Kerbl: "In diesem Test war die Spanne zwischen guten und schlechten Reifen besonders groß. Das spiegelt sich auch in den Ergebnis-Noten wider, die von elf 'gut' über vier 'befriedigend' bis zu zwei 'genügend' und einem 'nicht genügend' reichen. Unsere Empfehlung: Wer Wert auf eine sportliche Optik der Räder legt, sollte nicht alles für schöne Felgen ausgeben, sondern auch genügend Puffer für gute Reifen einplanen."

Ungenügende 17 Meter
Besonders eklatant fiel der Unterschied zwischen dem Besten und dem Schlechtesten beim Bremstest auf nasser Fahrbahn mit 80 km/aus. Vergleicht man die Bremswerte von Continental SportContact 7 und Doublecoin DC-100, liegen ganze 17 Meter Unterschied. Kerbl: "An der Stelle, an der das Fahrzeug mit dem Continental-Reifen zum Stehen kommt, hat das gleiche Auto mit dem Doublecoin noch eine Restgeschwindigkeit von rund 49 km/h auf dem Tacho – Zusammenstöße mit dieser Aufprallgeschwindigkeit können fatale Folgen haben." Dadurch erhält der "Doublecoin DC-100" ein "nicht genügend" in der Wertung "Fahrsicherheit", das sich letztendlich auch auf die Gesamtnote durchschlägt.

Generell kann gesagt werden, dass Markenreifen nicht grundlos einen höheren Preis haben. Nämlich nicht viel besser als mit der Note "genügend, schneiden die Modelle "Norauto Prevensys 4" und der "Syron Premium Performance" ab. "Sie lassen sich auf trockener Fahrbahn nur unpräzise steuern, in Kurven sind ständige Lenkkorrekturen nötig und auch das Verhalten im Grenzbereich ist sehr anspruchsvoll", sagt Kerbl.

Aber es gibt auch Positives zu berichten: Erstmals haben zwei Modelle in der Wertung "Fahrsicherheit" ein "sehr gut" geschafft. "Der 'Continental SportContact 7' und der 'Bridgestone Potenza Sport' haben auf trockener Fahrbahn ein sehr hohes Gripniveau, eine ausgezeichnete Präzision und zeigen sich auch bei kritischen Fahrmanövern absolut sicher. Ähnlich verhält es sich auf nasser Fahrbahn." Dass der Bridgestone im Endeffekt nur ein „befriedigend“ bekommt, liegt an seiner etwas schwächeren Effizienz in der Umweltbilanz. 

Dahinter folgen neun Reifen mit der Gesamtnote "gut". Der "Michelin Pilot Sport 5" und der "Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6" überzeugen bei der Fahrsicherheit und bei der Umweltbilanz. Der "Vredestein Ultrac Pro", der "Yokohama Advan Sport V107" und der "Firestone Firehawk Sport" punkten zwar bei der Fahrsicherheit mit hoher Leistungsfähigkeit, lassen aber bei der Umweltbilanz aufgrund der nur befriedigenden prognostizierten Laufleistung Federn. Der "Falken Azenis FK520" und der "Nexen N Fera Sport" zeigen leichte Schwächen beim Fahrkomfort, sichern sich aber aufgrund ihrer kurzen Bremswege im Trockenen gute Noten. Darüber hinaus bieten beide ordentliche prognostizierte Laufleistungen. Unter dem klassischen Zielkonflikt leidet der "Dunlop Sport Maxx RT2": Er verpasst aufgrund seines höheren Abriebs eine bessere Platzierung, bietet aber eine gute Fahrsicherheit. Der letzte mit "gut" bewertete Reifen ist der "Toyo Proxes Sport 2". Er punktet zwar bei der Fahrsicherheit, in der Umweltbilanz und der Nachhaltigkeit erreicht er allerdings nur mittelmäßige bis mäßige Ergebnisse. 

Mit einem Befriedigend müssen sich vier Exponate zufrieden geben. Der "Ceat SportDrive" hat Schwächen auf nasser Fahrbahn, der "Kumho Ecsta PS71" Schwächen auf trockener Fahrbahn und bei der prognostizierten Laufleistung, der "Nokian Tyres Powerproof 1" ebenfalls Schwächen auf trockener Fahrbahn und der "Giti GitiSport S2" Defizite auf nasser Fahrbahn und zeigt einen erhöhten Abrieb sowie eine mittelmäßige Reichweite. 

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