Test: Chery Tiggo 8 – Aus der Mitte in die Mitte
Der nächste Hersteller kommt aus China hinübergeschwappt und grast in einem sehr beliebten Sektor herum. Mittelgroße 7-S...
Der ARBÖ bat heuer statt Winter- zehn Ganzjahresreifen zum Test, die sich bei Frost, Kälte und sommerlicher Hitze bewähren mussten. Fazit: Alle Talente geschickt kombinieren, ist nach wie vor ein Kunststück, das nicht jeder Hersteller beherrscht.
Das grundsätzliche Problem bei Ganzjahresreifen ist ja immer die große Bandbreite an Aufgaben, die sie zu erfüllen haben: Zwei Jahreszeiten, Kälte, Nässe, Hitze, Trockenheit – all das muss unter einen Hut gebracht werden. Und auch wenn die Winter immer milder werden mögen, so müssen Basisanforderungen ja dennoch gewährleistet sein. Grund genug für den ARBÖ, heuer Pneus von Bridgestone, Continental, Falken, Giti, Goodyear, Hankook, Linglong, Michelin, Nokian und Pirelli der Dimension 225/45 R17 näher zu untersuchen. Die Wintertests fanden im Februar auf verschneiten Strecken in Nordschweden statt. Im Mai folgten die Nass- und Trockentests unter sommerlichen Bedingungen in Spanien. Das Ergebnis: deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten.
Positiv zu vermerken ist, dass mehrere Kandidaten im Wintertest ein hohes Niveau erreichen. Besonders stark schneidet Michelin ab. Die aktuelle Generation des CrossClimate erreicht eine Schneegriffigkeit, die auch im Vergleich mit Winterreifen hoch ausfällt. Continental, Giti und Hankook erzielen auf Schnee sehr gute Ergebnisse. Hier zeigt sich, dass Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke im stilisierten Berggipfel) eine gute Lösung auch für Schnee sein können.
>>> Weiterlesen: ÖAMTC Winterreifentest 2026
Hitzige Problematik
Bridgestone, Goodyear und Pirelli erreichen auf Schnee nicht ganz das Gripniveau eines reinen Winterreifens, schwächer schneiden Linglong und, etwas überraschend, Nokian ab. Falken liegt in den Schneetests deutlich zurück. Als einziger Teilnehmer setzt der Reifen auf ein asymmetrisches Profildesign, wobei inzwischen ein Update erhältlich ist, das mehr Schneegrip bieten soll.
Bei sommerlichen Temperaturen verlassen Ganzjahresreifen üblicherweise etwas früher ihr optimales Temperaturfenster als reine Sommerreifen. Die beiden Reifen, die den Spagat am besten beherrschen und sowohl bei Kälte und Nässe als auch auf trockenem, griffigem Asphalt optimal alle Impulse umsetzen, führen am Ende auch die Wertung an. Die übrigen Kandidaten beherrschen meist eine Disziplin deutlich besser als die anderen, bieten jedoch auf den übrigen Gebieten eine verhaltene Performance. Das trifft zum Beispiel auf Giti zu, der trotz guter Schneeeigenschaft ans hintere Ende der Ergebnistabelle rutscht. Auch Michelin und Falken bringen bei Regenwetter und Sonne nur mäßige Ergebnisse zuwege, doch während die überragenden Wintereigenschaften den Franzosen nach Punkten sogar noch auf Platz vier retten, ist der letzte Platz für den Falken unabwendbar.
>>> Weiterlesen: ARBÖ-Sommerreifentest 2026
Der Nokian trumpft mit einer sehr guten Nasshaftung auf, fällt aber in den Trockendisziplinen ab, während der Bridgestone auf Nässe hadert, aber im Trockenen eine starke Vorstellung abliefert. Etwas zu unausgewogen präsentiert sich auch der Goodyear, der bei Nässe überzeugt, aber im Trockenen mit langen Bremswegen an Boden verliert. Der Hankook liefert zwar eine ausgewogene Vorstellung bei sommerlichen Bedingungen, erreicht aber nicht sein Schnee-Leistungsniveau.
Entscheidende Meter
Letzte Meldungen
Mehr lesen >>Aktuelle Fahrzeugtests
Mehr lesen >>
Kommende Veranstaltungen
© 2026 A&W Verlag GmbH All Rights Reserved Developed by itMedia