Test: MG Cyberster
Roadster sind an sich schon im Aussterben. Aber elektrisch? Da wird die Luft dünn. Der Cyberster folgt der uralten Tradi...
Roadster sind an sich schon im Aussterben. Aber elektrisch? Da wird die Luft dünn. Der Cyberster folgt der uralten Tradition von MG, vermeidet es aber, nostalgisch zu werden. Notizen aus dem Grenzbereich.
Es gibt eigentlich keine Alternative zu Gelb. Wer so auffällig daherkommt wie der Cyberster, darf das gern auf die Spitze treiben. So flach und breit, Rot oder gar Silber wären vergebene Chancen. Und abgesehen davon: Als echtes Einhorn hat man sowieso keinen Grund, bescheiden zu sein, denn Alternativen zu diesem MG findet man ja doch nicht.
God shave the Queen
Man kann durchaus von einer Verneigung vor dem großen Erbe sprechen, das SAIC anno 2005 mitgekauft hat. MG war schließlich die Keimzelle der Roadster-Bewegung. Nur zwei Sitze, ein knappes Stoffdach, keine unnötigen Gimmicks, das Rezept für maximalen Fahrspaß, und genau das hat man wiederbelebt, ohne an MGB oder MGF Anleihen zu nehmen, denn alle MGs waren immer am aktuellen Stand von Technik und Design. Das mit den Flügeltüren mag ein wenig übertrieben sein, aber als Halo-Car darf man ruhig ein wenig übertreiben.
>>> Weiterlesen: Helden auf Rädern: MGF
Anarchy in the UK
Nötig hätte der Cyberster all das nicht, sobald man das rechte Pedal gscheit melkt. Wenn 510 PS aus zwei Motoren über vier Räder in den Asphalt gedrückt werden, ist nicht nur der Schub an sich irrwitzig. Sogar die Geräuschkulisse, das aggressive Surren des Antriebs, kriegt man so nah an der Technik, knapp über dem Asphalt weit puristischer mit als in kaum langsameren Großraum-E-SUV. Hier aber müsste man nicht sofort bremsen, nur weil eine Kurve kommt. Der MG carvt schneller, als es der eigene Führerschein einem wert ist. Kurzes Anbremsen, gezieltes Einlenken, exaktes Ausrichten am Kurvenausgang und: Vollgas! Gut vielleicht, wenn man dank des kleinen Lenkrads nicht immer erkennt, was der Tacho gerade anzeigt.
Denn das ist auch so etwas: Die auf zwei kleine Screens aufgeteilten Funktionen, die etwas patscherte Bedienung oder die limitierte Rundumsicht mögen bei einem Familienkombi stören. Hier aber nimmt man es gerne in Kauf. Auf Banalitäten wie mühelose Ergonomie hat man bei MG auch früher nicht so viel Wert gelegt, weil’s das Auto ja nicht schneller macht. Hauptsache, das Knopferl für das Verdeck ist gut platziert.
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MG Cyberster |
Flotten-Tipp: Trophy |
Testmodell: GT |
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Leistung | Drehmoment |
340 PS (250 kW) | 475 Nm |
510 PS (375 kW) | 725 Nm |
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Dauerleistung | Gewicht |
160 kW | 1.885 kg |
235 kW | 1.985 kg |
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0–100 km/h | Vmax |
5,2 s | 195 km/h |
3,2 s | 200 km/h |
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Reichweite | Antrieb |
507 km | Hinterrad |
443 km | Allrad |
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Ø-Verbrauch | Batterie |
16,7 kWh | 74,3 kWh |
19,1 kWh | 74,3 kWh |
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Laden AC |
11 kW, 8 h (0–100 %) |
11 kW, 8 h (0–100 %) |
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Laden DC |
144 kW, 38 min (10–80 %) |
144 kW, 38 min (10–80 %) |
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Kofferraum | Zuladung |
249 l | k. A. |
249 l | k. A. |
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Basispreis | NoVA |
61.840 € (exkl.) | 0 % |
66.840 € (exkl.) | 0 % |
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