Test: Volkswagen e-Transporter Doka-Pritsche 4-Motion
Als Marke in der Marke hat sich die Doka-Pritsche bei Volkswagen längst eine eigene Fan-Gemeinde antrainiert. Diese könn...
Als Marke in der Marke hat sich die Doka-Pritsche bei Volkswagen längst eine eigene Fan-Gemeinde antrainiert. Diese könnte wachsen, nachdem der Doppelkabiner nun als BEV mit Allradantrieb erhältlich ist.
Man muss nur ein bisschen aus der großen Stadt herausfahren, um sich klar darüber zu werden, wie beliebt dieser Fahrzeugtyp in Österreich ist. Jeder Ortsbediensteter, jeder zweite Handwerker und jeder dritte, der auf einer Baustelle hacklt, hat einen Pritschenwagen unterm Hintern. Und mindestens jeder vierte davon ist eine Doka, die jeder nicht nur mit Doppelkabine sondern auch mit Volkswagen übersetzt. Dass von der neuen Generation, die technisch eng mit dem Transit verwandt, diese Bauform nur als VW erhältlich ist, dürfte wohl geschickt mit Ford ausverhandelt worden sein. Denn in der von uns gefahrenen Bestückung spricht wirklich nicht viel dagegen: Vollelektrisch, Pritschenheck, und Allradantrieb.
Faszinierend ist das generelle Fahren: Alles wirkt wie in einem Pkw, angefangen bei den digitalen Instrumenten, dem kleinen Wendekreis und der angenehmen Federung. Und es endet bei der gefühlsechten Lenkung und beim Handling, das auch auf der Autobahn fast vergessen lässt, dass man es hier mit einem 2,7-Tonnen-Nutzfahrzeug zu tun hat. Autobahn, ein gutes Stichwort, denn die Frage hört man mit dieser Pritsche am häufigsten: Wie weit kommt man denn damit? Nun, verbaut ist ein 70-kWh-Akku, der Verbrauch pendelt sich bei moderatem Gasfuß bei 22 bis 24 kWh ein, womit 200 Kilometer also problemlos möglich sein sollen.
Das reicht für die meisten An- oder Abfahrten, gesetzt dem Fall natürlich, dass am Ziel nachgeladen werden kann. Entscheidender ist aber eher, was die E-Doka alles dazugelernt hat: 160 kW haben mit jeder Art von Ladung leichtes Spiel, überholen wird zum Kinderspiel und auch Kleinigkeiten wie gefühlvolles Anfahren bergauf, selbst rückwärts, kann die stressigen Momente zwischen Schwerlastern und Termindruck angenehm aufweichen.
Wenn also etwas gegen die E-Pritsche spricht, dann der Preis. Los geht es bei 57.028 Euro netto, mit Allrad landet man bei mindestens 61.465 Euro exklusive. Wer noch die Anhängerkupplung (620 Euro), Sitzheizung (404 Euro) oder das große Licht-Paket (1.338 Euro) dazunimmt, kommt schnell einmal an die 65.000-Grenze. Zum Vergleich: Die Diesel-Doka mit nur 150 PS, Achtgang-Automatik und Allrad ist für 49.886 Euro zu haben.
Meist gelesen
Aktuelle Ausgabe
Letzte Meldungen
Mehr lesen >>Aktuelle Fahrzeugtests
Mehr lesen >>
Kommende Veranstaltungen
© 2026 A&W Verlag GmbH All Rights Reserved Developed by itMedia