Test: Omoda 9 – Flaggschiff mit Feinschliff
Der Name Omoda kommt von O wie Oxygen (dt. Sauerstoff) und Moda (dt. Mode). Sie wollen für frische Impulse und Innovatio...
Teil 4 von 6 vom Fuhrparkportrait der Teilnehmerländer der Herren-Fußball-WM 2026.
Willkommen bei Teil 4 des großen WM-Fuhrpark-Aufeinandertreffens. Diese Herren-Fußball-WM hatte sehr viele Gruppen und so sind wir mit Teil 4 noch nicht am Ende angelangt. Viele interessante Fahrzeuge warten noch auf uns und auch noch einige Herausforderungen. In Gruppe G erwarten uns Belgien, Ägypten, Iran und Neuseeland und in Gruppe H treffen Spanien, Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay zusammen.
Gruppe G
Belgien ist ein vergleichsweise kleines Land. Dafür haben sie jedoch eine sehr lange und reiche Fahrzeug-Geschichte. Da den richtigen ins Rennen zu werfen, ist schwierig. Aber einer sticht hervor. Manche Unternehmen beginnen mit sehr Branchenfremden Produkten und werden erst später Automobilhersteller. Dieser Hersteller hat einen umgekehrten Werdegang. Stark gestartet mit Autos, wie das Coupé von 1961 und in den 90er Jahren dann umgeschult auf Luxus-Badezimmer. Logischer Schritt. Der Apal Coupé wurde auf einem Käfer-Fahrgestell aufgebaut und war aus Fiberglas.
Ägyptische Automobilhersteller haben fast alle etwas gemeinsam. Sie bauen in Lizenz. Eines dieser Unternehmen ist Nasr oder El Nasr Automotive Manufacturing Company (NASCO), das 1959 gegründet wurde und hauptsächlich Fiat Lizenzprodukte produzierte. Und somit kommt an dieser Stelle der Nasr Tofas Sahin ins Rennen. Wie viele davon produziert wurden steht in den Sternen. Die Gesamtjahresproduktion variierte zwischen 6.000 und 17.000 Fahrzeugen und 2009 war dann Schluss damit. Zumindest für 15 Jahre, denn 2024 nahm das Werk wieder die Produktion auf und baut nun elektrische Busse einer chinesischen Marke und plant auch wieder PKW zu produzieren. Was für ein Comeback.
Das meistverkaufte Neufahrzeug im Iran in 2025 ist ein Peugeot 207. Ja, so haben wir auch geschaut. Denn der wurde ja eigentlich nur bis 2015 gebaut. Wir sind also wieder in der Welt der Lizenzbauten. IKCO oder Iran Khodro ist die Marke, die nach wie vor den 207er im Programm hat. Wir richten unsere Aufmerksamkeit aber zum eigentlichen Helden, dem IKCO Paykan. Ein Auto, dessen Erfolg gar nicht geplant war. So sollten eigentlich nur 7.000 Stück pro Jahr vom Band laufen. Das war der Plan im Jahr 1967. Elf Jahre später wurde dieses Fahrzeug noch immer so nachgefragt, dass 136.000 Stück pro Jahr vom Band liefen und im 3-Schicht-System 24/7 bis ins Jahr 2005 hinein gebaut wurde. Das hätte sich wohl nicht mal Hillman gedacht, dessen technische Basis der Hunter (siehe Schottland in Gruppe C) bildet.
In Neuseeland sind Utes (Pkw-Pick-Ups) hochgradig beliebt. Das war wohl schon 1967 der Fall. Denn da dachte sich Phil Andrews, der seinerzeit eigentlich Škodas nach Neuseeland importierte, dass er gern einen kleinen Pick-up hätte. Schon war der Trekka geboren. Wie der Zufall so spielt basierte, er auf dem Fahrgestell des Škoda Octavia aus der Zeit und hat die Stahlkarosserie aufgebaut bekommen. Angetrieben wurde er mit dem 4-Zylinder-Octavia-Motor mit 47 PS aus 1,2 Liter Hubraum. In den sechs Produktionsjahren (bis 1973) wurden etwa 2500 Fahrzeuge gefertigt.
Gruppe H
Hispano-Suiza ist ein Konzern, der schon sehr früh begonnen hat, Fahrzeuge zu bauen. Diesem spanische Automobilhersteller sollte eigentlich ein ganz eigener Artikel gehören, über all die Nebenschauplätze wie Rüstungsindustrie, Flugzeuge und Lizenzbauten und so weiter. Es gibt auch mehrere Unternehmen mit einer ordentlichen Automobilgeschichte, die alle irgendwie ähnlich heißen und irgendwie zusammengehören, aber am Ende doch andere Unternehmen sind. Hispano-Suiza-Cars führt jedenfalls die Unternehmensgeschichte der futuristisch gestalteten Fahrzeuge weiter und schickt den Carmen ins Rennen. Je nach Baujahr und Version kommt dieser elektrische Flügeltürer mit 750-1300 PS angerauscht.
Wir sind in Kap Verde angekommen. Schönes Fleckchen Erde. Hier gibt es allerdings keine Ausflüchte, wie einen Busbauer oder eine reiche Rennsport-Landschaft. Also könnte man zum Beispiel das meistverkaufte Auto ins Rennen schicken, den Toyota Hilux oder das beliebteste Taxi, Hyundai i30. Oder man verlässt den Kurs komplett und macht daraus eine Spaßkategorie. Denn auch wenn die Fahrzeuge dort nicht gebaut werden und sich auch in anderen Orten existieren, sind die das richtige Fortbewegungsmittel auf den Inseln für Sightseeing. The Spinach! Ein spezielles Vehikel von einem Reiseveranstalter für Touristentouren zum Selberfahren. Elektrisch angetrieben schafft es etwa 100 Kilometer und hat eine eigene Software, die interaktiv die Sehenswürdigkeiten und POIs in eine Route einbindet.
Was passiert, wenn Geld keine Rolle spielt und man unbedingt eine eigene Autoindustrie haben möchte? Es entsteht ein Unternehmen, bei dem schon 1500 Mitarbeiter arbeiten und Kooperationen mit Rimac, Foxconn, BMW und noch vielen bestehen, bevor ein erster Fahrzeugentwurf vorgestellt ist. Im Internet kursieren zwar schon Bilder von einem wilden keilförmigen Prototyp, dieser hat jedoch mit der vorgestellten Silhouette nichts zu tun. Die Rede ist von CEER Motors aus Saudi-Arabien. Und der Gründer ist kein anderer als Mohammed bin Salman, der Kronprinz des Landes.
Der Letzte in dieser Runde ist Uruguay. In diesem Land gab es einen Autohersteller mit einem herrlichen Namen, Grummet. Bleibt offen, ob sich die Gründer Gedanken über die Übersetzung gemacht haben, denn „Düster“ ist schon ein spezieller Name für eine Marke. Nun ja, vielleicht ist der Name daran schuld, dass es nur 14 Jahre gebraucht hat, bis die Produktion wieder eingestellt war. Vom Grummet SL 1825 wurden zumindest 2000 Stück produziert, er ist damit nicht ganz so erfolgreich, wie seine Nachfolger, schaut aber am besten aus. Er hatte einen 1,2-Liter-Motor mit 47 PS von der Firma Vauxhall (Opel).
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