Skoda Octavia Combi im Test
Nur Vernunft allein kanns ja auch nicht sein. Als Sportline mit MHD-Benziner zeigt dieser Škoda Octavia, dass Fahrspaß o...
Jeder weiß, dass Schnellfahren nichts bringt, außer mehr Verbrauch und mehr Abgase. Die gesamte Wahrheit lässt sich aber nicht in allen Fällen so einfach zusammenfassen.
Es ist alles andere als eine neue Erkenntnis, dass es viel schlauer ist, einfach zehn Minuten früher wegzufahren als dann schneller unterwegs zu sein. Das spart Nerven, Sprit, Abgase wenn man einen Verbrenner fährt und auch das Risiko, von den Freundlichen geblitzt zu werden, sinkt auf Null. Das wissen wir alle. Und es gibt auch nichts gegen diese Tatsachen einzuwenden. All diese Feststellungen bewegen sich aber doch zum Teil im bunten Reich der Theorie, die die Praxis im ein oder anderen Fall dann doch etwas entgegenzuhalten hat. Zwei Szenarien fallen mir hierbei immer wieder ein, die zeigen, dass der Alltag ganz andere Herausforderungen bieten kann.
Einmal zum Beispiel machte ich eine Geschichte über das Verhältnis der Jugend zur Mobilität. Alles liebe Typen, auch der, der grundsätzlich und immer mit dem Fahrrad fährt, höchstens noch mit der Bahn. Beide mussten wir im Anschluss an die Foto-Session nach Wien, und er schickte sich an, statt in der ÖBB bei mir im Auto mitzufahren. Bewusst fuhr ich nur 100, um keine unnötigen Provokationen heraufzubeschwören, und nach ein paar Minuten auf der Autobahn wurde mein Copilot sichtlich unentspannt. Ob es denn einen Grund gebe, warum wir so schleichen, meinte er. Dass wir eh 100 fuhren, überraschte ihn etwas, und gegen etwas mehr Tempo hatte er dann auch nichts einzuwenden. Wir verhandelten uns auf knapp 125. Es mag wohl damit zu tun haben, gefühlt nicht der Letzte sein zu wollen, wenn alles an dir vorbeizieht. Auch gibt es viele Autos, bei denen das Wohlfühltempo einfach etwas höher liegt. Erst recht, wenn drei Spuren eine so breite Fahrbahn mit großem Sicherheitsgefühl vermitteln, dass es selbst dem Unbedarften irgendwann mit den vernünftigen 100 km/h reicht. Abgesehen davon – so lehrt uns auch die jüngste Studie – benötigt man auf zehn Kilometern statt sechs nur fünf Minuten, wenn man statt 100 heiße 120 Sachen fährt. Von Wien nach Wiener Neudorf eine zu vernachlässigende Größe. Damals aber, als es von Seiersberg nach Wien ging, war das dann doch mehr als eine Viertelstunde, was mit zur zweiten Anekdote führt.
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