Test: Omoda 9 – Flaggschiff mit Feinschliff
Der Name Omoda kommt von O wie Oxygen (dt. Sauerstoff) und Moda (dt. Mode). Sie wollen für frische Impulse und Innovatio...
Wieder ein Jahr vorbei und wieder hat die FLOTTE die Puls Marktforschung damit beauftragt, die aktuelle Stimmung in der Branche einzufangen und sie in bekömmlichen Häppchen zu präsentieren.
Bereits zum vierten Mal wurde die unabhängige Flottenstudie bei der Puls Marktforschung in Auftrag gegeben. Dieses Mal haben 135 Fuhrparkverantwortliche und 204 Dienstwagennutzer an der Studie teilgenommen. Die befragten Fuhrparks haben in Summe 45.900 Fahrzeuge auf Österreichs Straßen. Bei den Dienstwagennutzern ist das Geschlechterverhältnis etwa ein Viertel zu drei Viertel. Wobei der geringere Teil auf die Damen fällt. Das durchschnittliche Alter liegt bei 46 Jahren und die meisten (93 Prozent) haben einen Dienst-Pkw. Aktuell bildet noch der Diesel die größte Gruppe ab, mit 31 Prozent. Benzin und Vollelektrisch sind gleich auf mit 27 Prozent und Hybriden landen abgeschlagen bei 14 Prozent in Summe (PHEV 10 Prozent, Vollhybrid 4 Prozent). Unter den Fuhrparkverantwortlichen findet sich ein Verhältnis von fast 50:50 bei der Unternehmensgröße wieder. Gut die Hälfte der Unternehmen sind über 500 Mitarbeitenden. Deutlich über die Hälfte haben über 100 Fahrzeuge im Fuhrpark.
Dieses Jahr wurde neben den üblichen Fragen noch zwei weitere Punkte abgefragt. Im Bereich Nutzfahrzeuge wurde abgefragt, ob sie mit Laderaumausbauten und Fahrzeugeinrichtungen ausgestattet sind. Da gut 86 Prozent der Befragten leichte Nutzfahrzeuge in der Flotte haben. Insofern ist es ein nicht unerhebliches Thema. Das beweist auch das Ergebnis, nur 16 Prozent haben geantwortet, dass kein Fahrzeug damit ausgestattet ist. Bei über einem Drittel sind es sogar alle Fahrzeuge, die Laderaum-Ausbauten installiert haben. Das Zweite Sonderthema ist Software und KI. Darauf wird hier später noch genauer eingegangen werden. Denn das ist ein Thema, was viele Fuhrparkverantwortliche gerade beschäftigt. Die Befragung wurde in den Monaten April und Mai durchgeführt. Diese und andere komplette Präsentationen aus diesem und den vergangenen Jahren sind auf flotte-wissen.at abrufbar.
Auch wenn die Zufriedenheit generell sehr hoch ist, bei den Dienstwagenfahrern, so gibt es doch immer noch Raum zum Träumen und Wünschen. Dieses jahr ist der Gewinner aller schlaflosen Nächte die Marke BMW. Gut 43 Prozent wünschen sich in Zukunft in einem BMW Platz nehmen zu dürfen. Ob dies an der Marke selber liegt oder an der neuen Technologie, die zusammen mit der neuen Klasse eingeführt wird, bleibt offen. An Platz zwei der einstige Gewinner dieser Frage: Audi. Interessant sind die Unterschiede zwischen Wunsch und Realität. Aktuell fahren 19 Prozent VW, aber 21 Prozent würden gern.
Jedes Jahr werden die Fuhrparkbeauftragten danach gefragt, was sie für Antriebe im Unternehmen haben und was sie glauben, wie der Antriebsmix in drei Jahren aussehen wird. Es zeigt sich, dass es kaum eine Istzustandsveränderung von 2025 zu 2026 gab. Das bedeuted, dass die Elektrifizierung hier ins Stocken gekommen ist. Allerdings ist hier Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zusammen dargestellt. Auch die Prognose zeigt, dass sich langsam der Optimismus bei der Umstellung auf Elektromobilität relativiert. 2027 kann man dann sehen, ob 2024 richtig lag.
Der große Gewinner - nicht nur beim BEST4FLEET-Award - ist Škoda. Denn 74 Prozent der Fuhrparks haben bereits mindestrens einen Škoda im Fuhrpark und fast die Hälfte der Befragten möchte die Marke noch weiter forcieren, also weitere aufnehmen. Das netto-forcieren, also mehr Fuhrparkmanager wollen eine Marke forcieren als reduzieren, gilt ebenso für VW, BMW, Cupra und Audi ganz knapp. Für alle anderen Marken droht eine Reduktion des Marktanteils. Besonders Hyundai schneidet hier nicht gut ab und könnte bald die Top 10 verlassen.
Gerade mal ein Drittel der befragten Dienstwagenfahrer gaben an, eine App zu ihrem Dienstwagen zu haben. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Fuhrparkverantwortlichen. Warum hier noch keine App zum Einsatz kommt, ist unklar. Gegebenenfalls ist der Nutzen einer App für die Kommunikation zum Fuhrparkmanagement noch nicht klar. Vielleicht ist auch der Leidensdruck noch nicht groß genug. Für viele ist der Fuhrpark, so wie er ist, effizient genug und es braucht keine weitere kostenpflichtige Lösung für ein unerkanntes Problem.
Eine sehr interessante Antwort kam zum Thema Entwicklung. Denn gut ein Viertel hat die App selber entwickelt. Woran könnte das liegen? Entweder diese Unternehmen haben besonders früh begonnen mit einer Dienstwagenfahrer-App und es gab zu dieser Zeit einfach keine adäquate Lösung oder diese Unternehmen haben einen so speziellen Anwendungsfall, dass es keine gekaufte Lösung abbilden kann. Eine selbstentwickelte App muss dann auf Grund der enormen Kosten recht lang im Unternehmen verweilen auch wenn es mit der Zeit vielleicht schon bessere Lösungen gibt.
Es zeigt sich sehr deutlich, wenn eine App da ist, wird sie auch genutzt. Selbst bei den Mitarbeitern, die keine App haben, wünscht sich ein gutes Drittel so eine Arbeitserleichterung. Es gibt viele Anwendungsfälle, bei denen eine App viele Probleme lösen kann. Regelmäßige Führerscheinkontrolle, Fahrtenbucheintragung, Unfallmeldung und viele weitere Vorgänge können komplett digital gelöst werden, ohne das der Mitarbeiter in die Zentrale kommen muss. Gerade bei landesweit agierenden Unternhemen wird für banale Vorgänge mitunter viel Zeit der Mitarbeiter verschwendet. Die meisten Fuhrpark-Software-Lösungen bieten die Systeme bereits als gemeinsames Produkt an, somit ist keine Schnittstelle zusätzlich nötig.
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