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USCALE-Studie: nur 10% Hardcore-E-Auto-Verweigerer

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stock.adobe.com/InfiniteFlow

Nur jeder Zehnte lehnt ein Elektroauto grundsätzlich ab – doch von einer breiten Wechselbereitschaft kann deshalb noch lange keine Rede sein. Das zeigt die „EV Adopter Persona Study 2026“ von USCALE.

Für die EV Adopter Persona Studie 2026 wurden im Juni des Jahres mehr als 1.000 Verbrenner-Fahrende in Deutschland zu ihrer Einstellung zur Elektromobilität befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Zwischen grundsätzlicher Ablehnung, praktischen Hürden und schlichtem Desinteresse liegen große Unterschiede.

Zehn Prozent verweigern sich grundsätzlich

Lediglich rund 10 Prozent der Befragten lehnen ein E-Auto kategorisch ab – unabhängig von Einkommen, Alter oder Wohnsituation. Auffällig ist, dass diese sogenannte Gruppe der „Hardcore-Verweigerer“ auch neuen Technologien generell eher skeptisch gegenübersteht. Nur 12 Prozent von ihnen bezeichnen sich als neugierig auf technische Entwicklungen, im Durchschnitt aller Befragten sind es 37 Prozent. Für die große Mehrheit liegt der Grund für die Zurückhaltung allerdings woanders. Rund die Hälfte zählt zur sogenannten „Ausgebremsten Mehrheit“: Sie verfügt etwa nicht über das nötige Budget, hat keine eigene Lademöglichkeit oder findet kein passendes und leistbares gebrauchtes E-Auto. Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur wird insbesondere abseits von Autobahnen vielerorts noch als unzureichend wahrgenommen. Die Zurückhaltung ist hier somit weniger eine Frage der Einstellung als der vorhandenen Rahmenbedingungen.

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Ein Drittel ist offen für den Umstieg

Eine weitere Gruppe von rund 16 Prozent ist zwar grundsätzlich für ein Elektroauto gerüstet, sieht derzeit aber keinen Anlass für einen Wechsel. Die sogenannten „Zufriedenen Zuschauer“ sind häufig älter und fahren vergleichsweise wenig. Anders sieht es bei dem verbleibenden Drittel der Befragten aus: Die „Innovativen Statuskäufer“ und „Informierten Realisten“ stehen einem E-Auto offen gegenüber oder planen den Umstieg bereits konkret. Sie bilden damit einen wichtigen Teil des aktuellen Markthochlaufs, bei dem inzwischen gut jede vierte Neuzulassung in Deutschland elektrisch ist. Für Hersteller und Anbieter bedeutet das: Potenzial liegt nicht nur bei jenen, die ohnehin schon überzeugt sind, sondern vor allem darin, die praktischen Hürden für grundsätzlich interessierte Kunden abzubauen.

> Weiterlesen: Flottenelektrifizierung wird durchs Laden entschieden

Infrastruktur und Angebot als entscheidende Faktoren

Für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität dürften daher konkrete Verbesserungen wichtiger sein als allgemeine Informationskampagnen. Ein größeres Angebot an leistbaren gebrauchten E-Autos wird sich voraussichtlich mit zunehmenden Neuzulassungen entwickeln. Gleichzeitig müssen Politik, Energiewirtschaft und Industrie den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben – insbesondere dort, wo private Lademöglichkeiten fehlen, etwa bei Mehrfamilienhäusern. Die Studie macht damit deutlich: Wer die nächsten Käufer für Elektromobilität erreichen will, muss genauer hinschauen, warum Menschen noch nicht umsteigen. Denn zwischen überzeugten E-Auto-Fans, praktischen Hindernissen und grundsätzlicher Ablehnung liegen unterschiedliche Bedürfnisse, die auch unterschiedliche Antworten erfordern.

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