Skoda Octavia Combi im Test
Nur Vernunft allein kanns ja auch nicht sein. Als Sportline mit MHD-Benziner zeigt dieser Škoda Octavia, dass Fahrspaß o...
Die Herren-Fußball-WM ist vorüber und es kehrt wieder Ruhe ein. Wir nutzen die Nachwehen noch, um einen Blick auf die vierrädrigen Kontrahenten der einzelnen Länder zu werfen. Alles mit einem Augenzwinkern und sehr subjektiv eingeordnet.
Noch nie war eine WM so groß und hat so viele Spiele gezeigt. Selten hat man so viele Überraschungen erlebt und konnte mit Mannschaften mitfiebern, die man bisher wahrscheinlich noch nicht hat spielen sehen. Einige dieser Länder haben eine bekannte Autoindustrie, einige andere nicht. Also nehmen wir uns die Gruppen vor und schauen, ob wir aus jedem Land ein Auto ins Rennen schicken können. Wer gewonnen hat, wissen ja mittlerweile alle. Gilt das auch im automotiven Bereich?
Die Gruppe A beherbergte Mexiko, Südafrika, Südkorea und Tschechien. Natürlich wäre es einfach für Mexiko den gefühlt ewig gebauten VW Käfer ins Rennen zu schicken, aber wir nehmen das ganze hier ernst und verweisen auf den Mastretta MXT. Der basierte nämlich nicht mehr auf dem Käfer, kam mit einem V8 mit 489 PS und wog knapp unter einer Tonne. Bei einem Preis von umgerechnet nur etwa 35.000 Euro konnte man ihn schon fast als Schnäppchen bezeichnen. Die Produktion endete 2015.
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Aus Südafrika gibt es gar nicht so wenige potenzielle Unternehmen und Fahrzeuge. Scheinbar gibt es dort eine große Nachfrage für Replicas von Cobras, Ford GTs und Lotus 7. Wir widmen uns dem Perana Z-One. Dieser von Zagato gezeichnete schnittige Traum wurde von einem Corvette V8-Motor betrieben und hatte 437 PS. Nachdem die Firma nach dem Bau von nur 10 Exemplaren in finanzielle Nöte geriet, wurde die Lizenz an AC Cars weitergegeben. Diese haben den nun AC 378 GT Zagato genannten Sportler weiterhin in Südafrika gefertigt. Ab 2012 verliert sich die Spur und die Informationen über das Unternehmen.
Man muss kein großer Autokenner sein, um zu wissen, welche Marken aus Südkorea antreten könnten. Einer war sogar sponsor der WM. Dennoch richten wir unseren Blick auf den Oullim Spirra. Das Auto mit dem klingenden Namen wurde von 2010-2017 verkauft. Das schicke Mittelmotor-Coupé wurde mit V6-Motoren von Hyundai angetrieben und hatte zwischen 175 und 500 PS. An einer elektrischen Version soll auch gearbeitet worden sein. 2016 endete die Produktion.
Das nächste Land hat eine sehr erfolgreiche Automarke hervorgebracht, die gerade in Österreich ein absoluter Kassenschlager ist. Aber es wäre doch langweilig, wenn in der jetzt der Octavia gegen den Mastretta, den Perana und den Oullim antreten würde. Daher kann es nur der der Praga R1 werden. Ein extremer Leichtbau Sportwagen mit unter 600 Kilogramm und einem 210 PS starken Motor. Dieser wurde von 2013 bis 2021 gebaut. Das Ende der Produktion ist bei diesem Wagen auch ein Anfang. Denn die zweite Generation wurde zwar einen Hauch schwerer (etwa 50 kg), aber dafür deutlich leistungsstärker mit 370 PS. Eine richtige Fahrmaschine.
Und schon sind wir bei Gruppe B. Diese bringt Kanada, Bosnien-Herzegowina, die Schweiz und Katar mit sich. Starten wir also mit dem Kanadischen Bricklin SV-1. Das 4,5 Meter lange Coupé mit 129 PS starkem V8 von AMC oder Ford sollte vor allem eines sein: sicher. So sicher, dass sogar der Aschenbecher und Zigarettenanzünder wegen Sicherheitsbedenken keine Option waren. Obwohl der Firmengründer extrem schlau war und sehr konsequent das richtige getan hat und auch volle Auftragsbücher hatte, war das ganze Unterfangen leider nie rentabel und musste nach 2854 gebauten Stück aufgeben.
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Aus Bosnien-Herzegowina geht der TAS-Golf ins Rennen. Ja, es ist ein VW. Aber da jeder Wagen, der aus dem Werk in Sarajevo kam, das große „TAS“-Logo am Grill bekam, auch unverkennbar ein Auto von da ist, geht er mit ins Rennen. Das Unternehmen Tvornica Automobila Sarajevo hat nicht nur Golf in Lizenz gefertigt, auch Jettas, Käfern und Caddys gehörten zum Programm. Der Bosnienkrieg beendete dann die Firmengeschichte.
Gut, die Autoindustrie in Katar ist nicht wirklich existent. Dennoch hat es einen ambitionierten Studenten gegeben, der eine Studie auf die Beine gestellt hat, die zwar nicht straßentauglich war, aber sie konnte am Automobilsalon in Doha ausgestellt werden. Der Wagen hörte auf den leicht von der Zunge gehenden Namen Elibriea und sollte laut Erfinder einen modifizierten GM-Motor haben und mit 525 PS mehr als ausreichend motorisiert sein. Das Design kann man als bestenfalls gewöhnungsbedürftig beschreiben und ist vielleicht auch ein Grund, warum der Nachfolger – ein 1000PS Hypercar – dann schlussendlich doch nichts wurde.
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Nun kann jeder für sich selbst entscheiden, wer in die nächste Runde vorrückt und wer sein ganz spezieller Gewinner dieser Reise ist. Am Ende der Gruppenphase krönen wir jedenfalls unseren ganz persönlichen Sieger.
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