Test: Volkswagen e-Transporter Doka-Pritsche 4-Motion
Als Marke in der Marke hat sich die Doka-Pritsche bei Volkswagen längst eine eigene Fan-Gemeinde antrainiert. Diese könn...
Der Vorletzte Teil unserer Reihe bringt nun auch den eigenen Kandidaten mit. Der ist zwar nicht wirklich eine Überraschung, jedoch ein ziemlich wandelbarer Held.
Schon sind wir beim vorletzten Teil der Reihe angekommen. Wir schauen uns die Autos aus den Ländern der Teilnehme bei der Herren-Fußball-WM 2026 an. In den Gruppen I und J erwarten uns Fahrzeuge aus den folgenden Ländern: Frankreich, Irak, Norwegen und Senegal, sowie Argentinien, Algerien, Jordanien und das Heimspiel Österreich.
Wir beginnen mit einem Land, was wohl die längste Liste ehemaligen Automobilherstellern hat, die ein Land haben kann. Frankreich baut noch immer fast 1,4 Millionen Autos im Jahr und bringt regelmäßig neue Stilblüten mit auf den Markt. Und doch kommt hier der Traum der Achtziger zum Zug. Der Matra Murena. Ein dreisitziges Sportcoupé, bei dem alle vorne sitzen dürfen. Denn wie andere Legenden hat dieser Matra alle Sitze in der ersten Reihe. In drei Jahren (1980-1983) wurden über 10.000 Stück gebaut. Die schwächste Version hatte 92 PS, die auf 930 Kilogramm trafen. Nicht wirklich sportlich, aber sehr cool.
> Weiterlesen: Hier zu Teil 1 der WM-Autos
Mit Irak haben wir wieder ein Land ohne eigene Fahrzeugindustrie. Jedoch kommt ein Tuner ganz nah den Fahrzeugbau heran. Hussein Al Tamimi veredelt japanische Autos. Bei seinem letzten Projekt ist er allerdings etwas weiter gegangen, als nur zu veredeln. Der Toyota Land Cruiser von ihm wurde um eine ganze Achse erweitert. Diese Achse ist zwar nicht angetrieben und macht ihn eigentlich zu einem 4x6, aber sie macht definitiv genug Eindruck und außerdem Paltz für das Pick-Up-Bett. Im Innenraum ist der Land Cruiser auf höchsten Luxus getrimmt. Wie es sich eben für einen Tuner gehört. Brutaler Auftritt inklusive.
> Weiterlesen: Teil 2 WM-Autos
In Norwegen ist ein Großteil der Automobilgeschichte irgendwelche kleinen City-Car-Start-Ups. Das wohl erfolgreichste war Think Global. Wobei es vorher Think Nordic war und davor Ford. Wie bitte? Ja, genau. Ford hatte sich Ende der Neunziger einen kleinen Autobauer einverleibt und etwa 1000 kleine Cityflitzer produziert. Nach ein wenig Hickhack und Umfirmierungen startete dann die neuerliche Produktion von etwa 2500 Stück ab 2006. Obwohl es damit für ein Start-Up recht erfolgreich war, hat es dann im Jahr 2011 nicht mehr gereicht und der Konkurs war unausweichlich.
> Weiterlesen: Teil 3 der WM-Autos - hier entlang!
Im Senegal kommt uns über Umwege ein alter Bekannter in die Quere. IKCO, der Iranische Autohersteller, hat im Senegal ein Side Quest gestartet – beziehungsweise mit-gestartet. Seniran Auto ist ein lokaler Hersteller, der teilweise Lizenzbauten von IKCO, aber auch eigene Produkte vermarktet. Eine logische Konsequenz daraus, ist dass die Exekutive dort die Hausmarke nutzt, genauso wie die Taxiunternehmen. Seit 2006 existiert das Unternehmen und seit 2007 wird kräftig produziert.
Wir starten in der Gruppe J mit Argentinien. Ein Land in dem generell sehr viele Fahrzeuge produziert werden. Eigene Automarken halten indes meist nicht sehr lange. Ein besonders begehrenswertes Automobil, was leider extrem selten produziert wurde, ist der Crespi Tulietta. Die Marke Crespi, gegründet 1962 von Olando Tulio Crespi, hatte anfangs nur Rennwagen im Sinn. Erst Ende der Sechziger startete die Produktion der Pkw. Der Tulietta stand auf dem Fahrwerk des Renault 4 und war ein begehrenswertes Coupé. Später kamen noch eine Cabrio-Version und eine Hatchback beziehungsweise Kombi-Coupé-Version hinzu. Wieviele davon entstanden bleibt wohl ein Geheimnis.
Aus Algerien startet wieder ein Reisebus ins Rennen. SNVI ist ein algerisches Unternehmen, dass es seit den späten Sechzigern gibt. Mittlerweile haben sie über 7000 Mitarbeiter und agieren in mehreren Märkten. Das Unternehmen war mehrfach kurz vor dem Bankrott und der Staat musste es mehrmals retten. 2021 ging es dann zur Gänze in die Hände des algerischen Militärs. Das trifft sich gut, denn SNVI hat schon viele Jahre diverse Militär-Lkw hergestellt. Bei den Bussen gibt es ebenso eine Auswahl und den Safir scheint es schon am längsten zu geben. Deshalb kommt er hier zum Handkuss. Er hat Platz für 49 Personen und ist etwas über Elf Meter lang. Angetrieben wird er von einem Cummins-Motor mit etwa 300 PS.
Jordanien liefert mit Al-Wahsh das wohl robusteste Fahrzeug. Mindestens ist der 370-Diesel-PS starke Truppentransporter nach STANAG4569 bis Level 2 gepanzert. Das Fahrgestell kommt vom tschechischen Hersteller Tatra und bringt schraubengefederte Einzelradaufhängung mit. Insgesamt 10 Personen finden in diesem 18 Tonnen Gefährt Platz und können mit maximal 110 km/h befördert werden. Eine Pick-Up-Version von dem Gefährt hat dann noch Platz für 4 Crewmitglieder und beherbergt eine riesige Kanone am Bett.
Kommen wir zum Gesandten der Heimat. Wenn wir 100 Leute fragen würden, wer das sein sollte, käme sicherlich zu einer überwältigenden Mehrheit dieser Hersteller und mindestens ein Drittel wird dieses Fahrzeug wählen. Der Puch Pinzgauer. Wer beim Heer war, kennt ihn nur zu gut. Puch, der eigentlich als Fahrradwerkstatt gestartet hat, baute bereits kurz nach der Jahrhundertwende Automobile. Der Pinzgauer wurde für schweres Gelände entwickelt und hat daher je nach Ausführung 4 oder 6 angetriebene Räder. Der Kraxler hat etwa zwei Tonnen Leergewicht und je nach Motorisierung zwischen 84 und 115 PS. Sein Name stammt wie bei seinem Vorgänger (Haflinger) von einer Pferderasse ab.
> Weiterlesen: Teil 4 der WM-Autos ist hier zu finden
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