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eMOKON 2026: Elektromobilität für den Fuhrpark zum Anfassen

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Philipp Schwertberger

Die eMokon gehört schon seit Jahren zum Fixtermin in der Branche. Hier trifft man sich und tauscht sich über die Neuigkeiten im Bereich Elektromobilität aus.

Zwei Tage lang stand im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf die betriebliche Elektromobilität im Mittelpunkt. Die eMOKON 2026 brachte Fuhrparkverantwortliche, Hersteller und Lösungsanbieter zusammen – mit Fachvorträgen, Diskussionen, Ausstellung und zahlreichen Möglichkeiten für Probefahrten.

Größte eMOKON seit dem Start

Am 9. und 10. September drehte sich in Teesdorf alles um die Elektrifizierung von Flotten und Fuhrparks. Mit mehr als 80 Ausstellern und 107 Fahrzeugen verschiedener Hersteller erreichte die eMOKON 2026 einen neuen Höchststand und war damit die bisher größte Ausgabe der Fachveranstaltung. Neben der Ausstellung bot das Programm zahlreiche Fachpanels zu Themen wie Wirtschaftlichkeit, Ladeinfrastruktur und den praktischen Herausforderungen beim Einsatz von Elektro-Pkw und -Nutzfahrzeugen. 

Von der Theorie in die Praxis

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich Elektromobilität im betrieblichen Alltag tatsächlich umsetzen lässt. Diskutiert wurden unter anderem Gesamtbetriebskosten, Fahrzeugverfügbarkeit, Ladeinfrastruktur, steuerliche Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Anforderungen von Pkw- und Nutzfahrzeugflotten. Auf der Teststrecke konnten die Teilnehmer zudem zahlreiche Elektrofahrzeuge selbst ausprobieren. Damit verband die eMOKON Fachinformation mit konkreten Praxiserfahrungen – ein Ansatz, der insbesondere für jene Unternehmen relevant ist, die ihre Flotten Schritt für Schritt elektrifizieren wollen. 

E-Mobilität braucht passende Rahmenbedingungen

Deutlich wurde in Teesdorf auch, dass die Elektrifizierung von Fuhrparks nicht mit der Anschaffung neuer Fahrzeuge endet. Entscheidend sind vielmehr das Zusammenspiel von Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und jeweiligem Einsatzprofil sowie verlässliche wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Der Fuhrparkverband Austria brachte diese Praxissicht auch in die politische Diskussion ein. Nach zwei intensiven Veranstaltungstagen zeigte die eMOKON damit einmal mehr, dass der Wandel zur Elektromobilität vor allem dann funktioniert, wenn technische Lösungen mit konkreten betrieblichen Anforderungen zusammengebracht werden.

Schwerpunkt Taxi 

Da Taxibetreiber nun verpflichtet sind, dass jedes neu angeschaffte Fahrzeug vollelektrisch zu sein hat, war es höchste Zeit einen Schwerpunkt auf die Branche zu setzen. Hier bot sich die Chance für einen Dialog zwischen Fahrzeug-Importeuren, Energielieferanten und Taxi-Betreibern. Taxiunternehmer, die schon viel Erfahrung mit Elektromobilität haben und der Vertreter der Wien Energie, der stellvertretend für die Ladeinfrastruktur stand, traten bei der Podiumsdiskussion in einen hitzigen Dialog. Dabei stellte sich heraus, dass nach wie vor erheblicher Gesprächsbedarf besteht. Wobei der Frust über politische Entscheidungen, ohne zu Ende gedachte Infrastruktur, zu 100 Prozent an den Vertreter des Energieanbieters adressiert wurden. Gerade mit Hinblick auf die erst 12 Prozent konvertierten Taxis und die bereits gut ausgelasteten Ladestationen, stellte sich die Frage, ob ein schnellerer Hochlauf möglich sei. Allerdings ist auch auf Seite der Taxibetreiber ein wenig Nachholbedarf, was Technologiewissen angeht. Die Argumentation, weshalb elektrischer Taxibetrieb nicht funktioniere, fußte auf Fahrzeugtechnologien, die längst überholt sind. Als Fazit bleibt also nur, dass es allerhöchste Zeit ist einen offenen Dialog zwischen Taxi-Innung, Taxi-Unternehmen, Politik und Energielieferanten anzugehen. Nur so kann die eigene Echokammer verlassen werden und eine gemeinsame Lösung für den Hochlauf gefunden werden. 

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