VERLAG TEAM KONTAKT MEDIADATEN ABO
logo

Transparenz ist der Schlüssel - Interview mit Leasys

main-photo

Pamela Dela Cruz ist seit über drei Jahren die Geschäftsführerin von Leasys Österreich. Sie spricht mit uns über die Entwicklung des Unternehmens und die speziellen Herausforderungen im Operating Leasing.

Sie sind jetzt seit knapp 3,5 Jahren Geschäftsführerin von Leasys Austria. Wie haben sich die Geschäfte und die Firma in dieser Zeit entwickelt?

Pamela Dela Cruz :  In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben wir uns, würde ich sagen, vom Markteintritt zu einem etablierten Mobilitätsanbieter entwickelt. In der ersten Phase ging es darum, die Organisation aufzubauen und lokale Präsenz auf dem Markt zu bekommen. Auch das Retail Netzwerk von Stellantis musste aufgebaut werden, mit dem wir intensiv zusammenarbeiten und das ganze Partnermanagement und IT. Ganz wichtig ist natürlich auch Kundenakquise. Mittlerweile geht es vielmehr darum bestehende Partnerschaften im Direktvertrieb auszubauen. Wir arbeiten an neuen Produkten, neuen Lösungen, effizienteren Prozessen und so weiter.

Funktioniert das Konzept, sich auf Operating und Full-Service-Leasing spezialisiert zu haben? 

Absolut, weil die Kunden wirklich darauf Wert legen, planbare und budgetierbare Kosten zu haben. Die Reduzierung von administrativer Komplexität wird vom Kunden wirklich geschätzt. Er bezahlt eine Rate und hat dort alle Services inkludiert. Wartung und Verschleiß, Reifen, Schadenmanagement, Assistance, Versicherung, Energiekartenmanagement und so weiter. Wir beraten den Kunden natürlich auch von Beginn an, was bei dieser speziellen Flotte Sinn ergibt. Es geht ja jetzt auch nicht nur um die Kosten, sondern auch darum, dass man schaut, passt das, was der Kunde aktuell hat, in Zukunft auch noch.

Wie hat sich der Bestand und die Auftragslage in letzter Zeit entwickelt? 

Der Bestand wächst stetig. Wir sind insgesamt zufrieden, also vor Allem im Verhältnis zum Wachstum des österreichischen Marktes, wachsen wir sehr gut. Unsere Ziele sind jedoch auch sehr ambitioniert (auch international). Wir merken aber schon, dass die Kunden immer mehr vergleichen. Sie schauen jetzt genauer auf monatliche Rate und sind wieder weg vom Kaufpreis. Das spielt uns in die Karten, weil es bei uns sehr transparent dargestellt ist. Wenn der Kunde nun an das Ende seiner Laufzeit rankommt, dann überprüfen wir mit ihm gemeinsam die Qualität der Verträge. Braucht er Mehr- oder Minderkilometer oder ist das Auto überhaupt noch nötig? Wenn das Auto da noch relativ wenige Kilometer hat und insgesamt viele Ausläufer geplant sind, dann verlängern wir auch gern mit reduzierten Kosten. So bleibt auch der Bestand stabil.

Hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert? Stichwort Energiewende, internationale Krisen etc.? 

Ja sehr eigentlich. Wenn man jetzt allein Energiewende und die Krisen hernimmt, die wir hatten. Das schafft politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Das hat den Markt und natürlich auch die Fahrzeugflotten deutlich verändert und beeinflusst. Nachhaltigkeit und Elektrifizierung werden immer immer wichtiger. Digitalisierung des Fuhrparkmanagements nimmt an Bedeutung zu und das geht aktuell wirklich schnell. Ich mache das jetzt seit über 20 Jahren. Es gab eine lange Zeit, da hat es sich wirklich gar nicht verändert. Und jetzt haben wir den Kunden, die überlegen müssen: Welches Auto passt zu mir, welcher Antrieb und was sind die Kosten, die ich haben will. Und genau da sehen wir unsere Stärke. Wir beraten den Kunden, wo ergeben Elektrofahrzeuge einen Sinn, wo ist der Plug-in die richtige Wahl oder ist es doch ein Fall für den Verbrenner. Manchmal ist es aber auch gar kein Auto, da ist dann das Mobilitätsbudget die richtige Lösung. Wir verstehen uns schließlich als ganzheitlicher Mobilitätsanbieter.

Vor zwei Jahren lag der Anteil von BEV und PHEV bei Leasys bei 20 Prozent. Wie sieht es hier mittlerweile aus? 

Wir sind jetzt auf 30 Prozent. Man sieht, auch hier wachsen wir. Wir haben allerdings einen relativ großen Kunden, der noch Verbrenner fährt, der natürlich unsere Zahlen ein bisschen beeinflusst. Allein dadurch, dass unsere Flotte noch nicht so groß ist. Aber wir merken auch bei allen Neubestellungen, dass sie fast ausschließlich elektrisch oder PHEV sind. 

Hat man die Berechnung der Restwerte dieser Modelle nun schon besser im Griff?

Die Restwerte gerade im E-Auto-Bereich sind ein Riesenthema. Es ist jetzt besser, weil auch die Datenlage besser ist. Jetzt hat man auch schon Erfahrung mit Verkauf von Elektrofahrzeugen und man weiß, wie sich die Gebrauchtwagen verhalten.Wir tauschen uns natürlich auch mit unseren anderen Ländern aus. Und wir schauen, dass wirklich die Fahrzeuge auch überall in Europa vermarktet werden.

Konnte man das Mobilitätsbudget in Österreich mittlerweile etablieren?

Etablieren würde ich jetzt nicht sagen, man spricht darüber. Speziell wirklich große Flottenkunden denken auch darüber nach. Aber wir sind noch nicht so weit, dass es jetzt das klassische Dienstfahrzeug ersetzt. Wir merken nur, dass bei jungen Leuten das Auto nicht mehr ganz so einen Stellenwert hat, wie zum Beispiel für mich. Man entscheidet nun anhand der Strecke, welches Fortbewegungsmittel das richtige dafür ist.

Was gibt es für weitere Ideen und Pläne, die Sie bei Leasys umsetzen wollen?

Der wesentliche Plan ist, die Position am österreichischen Markt weiter auszubauen. Wie gesagt, wir haben sehr ambitionierte Wachstumsziele. Dafür sind wir auch wirklich gut vorbereitet und ausgestattet. Parallel dazu schauen wir natürlich auch intern, dass wir Prozesse optimieren, viele Prozesse automatisieren, weil wir natürlich auch kostentechnisch so attraktiv wie möglich bleiben wollen und es dafür notwendig ist, die Kosten auch so gering wie möglich zu halten und das schafft man nicht ohne Automatisierung. Wenn wir etwas Neues machen, dann immer mit Blick auf den Kunden. Was ist der Bedarf und welche Produkte benötigen wir dafür? Viele Kunden stellen jetzt auch Nutzfahrzeuge auf Elektro um, da stehen wir beratend zur Seite und haben auch spezielle Abnutzungsvereinbarungen. Es ist klar, dass ein Nutzfahrzeug nach vier Jahren anders ausschaut als ein Pkw.

Wie hoch ist der Einfluss der italienischen Mutter auf das österreichische Geschäft? Und können die beiden Märkte voneinander profitieren/lernen?

Leider kocht sie nicht für uns, schade. Italien ist einer der größten Märkte für Full Service Leasing. Das mit Österreich zu vergleichen, geht, hat aber viele Unterschiede - allein im Vertrieb und bei steuerrechtlichen Themen. Dort werden auch teilweise andere Services angefragt. Wir tauschen uns dennoch mit all unseren Märkten aus. So können wir viel besser Restwerte einschätzen und Pricings festlegen. Außerdem hilft es im Umgang mit Retailern. In Österreich verstehen leider viele Autoverkäufer das Produkt Operating Leasing nicht. Die kennen nur das Restwertleasing, also verkaufen die es auch. In Holland ist das anders, da ist es automatisch bei Businesskunden auch ein Operating Leasing und in Frankreich geht man zu einem Leasingbroker. Andere Länder mit anderen Themen eben.

Letzte Meldungen

Mehr lesen >>

Aktuelle Fahrzeugtests

Mehr lesen >>
  • Test: VW T-Roc TSI

  • Test: MG Cyberster

  • Schon gefahren: Dacia Striker

  • Test: Mercedes Sprinter 317 Kofferaufbau

  • Test: Seat Leon ST 1,5 eTSI

  • Schon gefahren: Toyota Hilux

  • Test: Jeep Compass e-Hybrid – 3 Töpfe für ein Halleluja

  • Test: Volkswagen e-Transporter Doka-Pritsche 4-Motion

  • Test: Renault R4 Plein Sud – Savoir-vivre

  • Test: Omoda 9 – Flaggschiff mit Feinschliff

  • Test: MG4 EV Urban – Urbi et Urban

  • Test: Volvo ES90 – Die wirklich erste Ausfahrt

  • Test: KGM Musso Grand – Lückenschließer

  • Škoda Octavia Combi im Test

  • Toyota bZ4X Touring: Der Kombi neuer Schule

  • Schon gefahren: Mercedes VLE

  • Schon gefahren: Farizon V7E

  • Schon gefahren: Jaecoo 5 BEV

  • Das Dutzend ist voll

  • Skoda Elroq im Flotten-Check

  • Schon gefahren: Toyota C-HR+

  • Peugeot Partner Dangel 4WD im Test

  • Test: MGS6 EV - Familiengold

  • Test Ford E-Tourneo Courier: Kleiner Planwagen

  • Schon gefahren: Omoda 9

  • Das ganz normale Leben – MGS5 Luxury im Test

  • VW Transporter PanAmericana im Test

  • Renault Austral im Test

  • Hyundai Inster Cross Line im Test

  • Schon gefahren: Opel Astra

Newsletter
Mit dem FLOTTE-Newsletter immer informiert bleiben!
Logo

Kommende Veranstaltungen

FLEET Drive 2026

Time: 30/09/2026

Location: Werft Korneuburg

A&W TAG 2026

Time: 20/10/2026

Location: Hofburg, Wien

AutoZum 2027

Time: 20/01/2027 - 23/01/2027

Location: Messe Salzburg

FLEET Convention 2027

Time: 01/06/2027 - 01/06/2027

Location: Hofburg Wien

Günstiger und besser Bilden Sie sich selbst ein Urteil! Experten-Interview Flottenpromi des Monats Wahl ohne Qual

© 2026 A&W Verlag GmbH All Rights Reserved Developed by itMedia